Nachtliche Gebetswache
Bandeau
In der Nacht des 26. Juni 2017
         

Hamit
Eritrea Frankreich

AUF DEM WEG INS EXIL … HAMIT , DER LEIDENSWEG EINES ERITREI-SCHEN ASYLBEWERBERS OHNE FINGERABDRÜCKE

Hamit wurde in Libyen als Sohn eritreischer Eltern geboren, die vor dem bewaffneten Konflikt zwischen Äthiopien und Eritrea geflüchtet waren. 2011 wurde sein Vater mitten im Bürgerkrieg bei einem Granatenbeschuss getötet. Daraufhin kehrten Hamit und seine Mutter heimlich nach Eritrea zurück. Ein Nachbar verriet sie an die Polizei, die nach ihnen fahndete. Hamit und seiner Mutter drohte die Verhaftung, dem jungen Mann zudem die Zwangsrekrutierung für den lebenslangen Militärdienst.
Hamit begibt sich erneut auf den Weg ins Exil in der Hoffnung, nach Europa zu gelangen. Aber die Schlepper bringen ihn in Libyen in ein «Folterhaus», wo er während neun Monaten festgehalten wird und unmenschliche Behandlung erleidet. Dies im vergeblichen Versuch, von ihm ein Lösegeld zu erpressen. Schliesslich muss er in einem Landwirtschaftsbetrieb Zwangsarbeit verrichten. Von dort gelingt ihm die Flucht und der Weg über das Meer.
Die italienische Küstenwache greift ihn auf und zwingt ihn mit Hilfe von Fesselung und Schlagstock, seine Fingerabdrücke zu registrieren. Auf dem Festland angekommen, flieht er nach Frankreich. Dort verätzt er seine Finger mit Klebstoff, um nicht nach Italien zurückgeschafft und erneut misshandelt zu werden. In Frankreich wird Hamits Asylgesuch von den Behörden abgelehnt. ACAT-Frankreich hilft ihm, erstmals seine Lebensgeschichte aufzuschreiben und mit Hilfe eines Rechtsanwalts einen Rekurs einzulegen. Doch sein Rekurs wird abgelehnt: Seine eritreische Staatsbürgerschaft wird angezweifelt und seine Befürchtungen bei einer Rückkehr nach Eritrea nicht berücksichtigt …

Die UNO beschuldigt Eritrea, seit 25 Jahren Verbrechen gegen die Menschlichkeit am eigenen Volk zu begehen. Was würde Hamit bei einer Rückkehr erwarten? Mit Sicherheit das Gefängnis, weil er sein Land heimlich verlassen hat; gewiss auch Folter, um ihn von einem neuen Fluchtversuch abzubringen. Inzwischen bleibt dem gefährdeten und einsamen jungen Mann nur noch die Hoffnung, dass ihn die französische Verwaltung nicht ausweisen wird.

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