Du lebst

Auszug aus “Eine Hoffnung im Herzen der Nacht“ FIACAT

Herr Jesus, du lebst : das ist unser Glauben und unsere Hoffnung,
im Herzen unseres Lebens und unserer Kämpfe. Auferstandener, du zeigst dich uns
heute, wie damals deinen Aposteln, mit den Spuren deines Leidens :
Die Wundmale an deinem Leib, dem Leib des Auferstandenen, bleiben.
Ohne dich zu sehen, glauben wir und schauen auf dich.

Als Zeichen des Leidens der Menschen, vor allem des Leidens, die sie miteinander tragen, sehen wir in dich den Menschen, der sich der Folter unterworfen hat. Als Begleiter derjenigen, die für die Gerechtigkeit kämpfen, erkennen wir in dich den Erlöser von allem, was zum Tode führt.

Als Gläubige aller Kirchen, im Gefolge deiner Apostel, bekennen wir, dass die Welt an den Schmerzen einer Schöpfung leidet und dass der Geist, den du versprochen hast, in ihr wirkt.

Daher versammeln wir uns zu deinem Gedenken und tragen zugleich in unseren Herzen die Augenblicke deines Leidensweges und die Spuren des Leidenswegen der Menschen, deren Schicksal uns bekannt ist und uns anrührt. Verleihe uns Leidenschaft und Mut. Komm all denen zu Hilfe, die du uns anvertraust, gleich welcher Überzeugung sie sind, als Brüdern und Schwestern in Menschlichkeit.

Heiliger Geist, erinnere uns an die Worte Jesus zu seinen Aposteln, als er sie in die Welt hinaus sandte und ihnen das Schicksal ankündigte, das die Mächtigen ihnen vorbehalten hatten.

Heiliger Geist, lass, in uns und unter uns, die Liebe wachsen, die die Herzen umwandelt und der Welt die Hoffnung gibt. Zeige uns in unserem Innern wie wir leben und mit den Vorfällen umgehen sollen, wegen derer wir uns einsetzen.

Gott, unser Vater, lehre uns, wie wir handeln und beten sollen im Streben nach einer gerechteren Welt, wo jeder seinen Platz finden möge. Hilf uns in unserer heutigen Zeit den Willen des Vaters zu erfüllen im Hinblick auf eine ausgesöhnte Menschheit.